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Sand- bzw. Erdbienen: Andrena lapponica

Artname: Andrena lapponica Zetterstedt 1838
Volksmund: deutsch: "Lappländische Sandbiene" · englisch: "Bilberry Mining-bee" · niederländisch: "Bosbesbij"
Merkmale: Groß, schwarzbraun bis gelbbraun. W.: 12–13 mm: Kopf: Clypeus mit glattem Längsstreifen, Foveae 2,5mal breiter als Fühler, 3. Glied so lang wie 4. & 5. zusammen, 5. etwas länger als 4.; Thorax (Mesosoma): schwarzer Buckel (Mesonotum bzw. Scutum) gelbbraun behaart, seitlich (auf den Mesopleuren) und hinten (auf dem Propodeum) etwas heller; Abdomen (Metasoma): 1. & 2. Tergit ebenfalls hellbraun behaart, ab dem 3. unbehaart, Tergite genarbt und zerstreut gepunktet, Endränder kaum abgesetzt, Endfranse schwarz; Scopae schwarz-weiß. M: 9–11 mm; Kopf: lange Mandibeln, unten an der Basis gezähnt, Gesicht seitlich schwarz behaart, 3. Fühlerglied so lang wie 4., beide 2mal länger als breit; Thorax: Scutum gelbbraun behaart; Abdomen: 1., 2. & 6. Tergit ebenso gelbbraun, 3.–5. Tergit schwarz behaart, Tergite sonst wie beim W.
Verbreitung: Mitteleuropa (Norditalien und -spanien) bis Nordeuropa (Nordskandinavien), 43–70° n. Breite; ganz Deutschland; in Österreich & Schweiz bis ca. 2200 m Höhe.
Lebensraum: Lichte Wälder und Waldränder (bes. Nadelwälder), Hochmoore, Moor- und Bergheiden.
Fortpflanzung:  selbstgegrabene Erdnester an vegetationslosen Stellen, meist in kleinen Aggregationen. Überwinterung als Imago.
Kuckuck: die Wespenbiene Nomada panzeri
Nahrung,
Nestproviant:
spezialisiert (oligolektisch) auf frühblühende Heidekrautgewächse (Ericaceae), vor allem der Gattung "Heidelbeeren" (Vaccinium): Heidel-, Preisel-, Rausch- & Moosbeere.
Flugzeit: eine Generation im Jahr (univoltin): Mitte (M.) bzw. Ende (W.) April–Ende Juni.
Rote Liste: Kategorie V: Vorwarnliste
Sandbiene Andrena lapponica, W
Andrena lapponica  · Waldrand bei Schwandorf (Oberpfalz), 19.04.2012 (kli)

Die Sandbiene ist eher unauffällig braun gefärbt – ähnlich Andrena apicata, A. clarkella, A. helvola oder A. praecox, die wie A. lapponica der Untergattung (!) Andrena zugerechnet werden. Will man dies im wissenschaftlichen Namen zum Ausdruck bringen, taucht Andrena ein zweites Mal in Klammern auf: Andrena (Andrena) lapponica. Die deutsche Übersetzung "Lappländische Sandbiene" gibt schon einen Hinweis auf den Lebensraum: feuchte Nadelwälder, Moor- und Bergheiden, sofern dort die Trachtpflanzen vorkommen, auf die Andrena lapponica spezialisiert ist: Heidelbeer-Arten (Vaccinium spec.) wie die Blau bzw. Heidel- oder Waldbeere (Vaccinium myrtillus), Preiselbeere (V. vitis-idaea), Rauschbeere (V. ulginosum) oder Gewöhnliche Moosbeere (V. oxycoccos). Wer Heidelbeer-Standorte kennt, sollte dort im April und Mai an den Blüten nach dieser Sandbiene Ausschau halten; vielleicht findet sich in der Nähe auch eine Nestansammlung.

Sandbiene Andrena lapponica, W   Sandbiene Andrena lapponica, M
Andrena lapponica  · Klausensee (Schwandorf, Oberpfalz), 02.04.2012 (kli)   Andrena lapponica : Klausensee (Schwandorf, Oberpfalz), 13.05.2011 (kli)

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Erd- bzw. Sandbienen Andrena lathyri nächste Gattung