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Sand- bzw. Erdbienen: Andrena humilis

Artname: Andrena humilis Imhoff 1832
Volksmund: deutsch: "Gewöhnliche Dörnchensandbiene" · englisch: "Buff-Tailed Mining Bee", "Catsear Mining-Bee" · niederländisch: "Paardenbloembij"
Merkmale: Durch kaum glänzenden Hinterleib und gelbbraune Sammelbürste von A. fulvago unterscheidbar. W.: 10–12 mm; Foveae oben zweimal so breit wie Fühler, unten sehr schmal, 3. Fühlerglied länger als 4. & 5. zusammen; Thorax (Mesosoma) spärlich braungelb behaart; Schienen (Tibiae) des 3. Beinpaars mit gelbbrauner Scopa (Sammelbürste); Abdomen (Metasoma) kaum glänzend: 1. Tergit relativ glatt, 2.–5. T. genarbt, gepunktet & matt, Endränder abgesetzt & genarbt, mit schütteren Endbinden, gelbbraune Endfranse. M.: 10–11 mm; Kopf mit weiß geflecktem behaarten Clypeus (Kopfschild) & weißer Unterseite, 3. Fühlerglied so lang wie 4. & 5. zus., 5. so lang wie breit; Thorax-Unterseite weiß, Rücken gelbbraun; Tergite mit abgesetzten Endrändern, genarbt & schwach gepunktet, 1. T. mit kleinen Kratern.
Verbreitung: Europa bis 63° nördl. Breite; ganz Deutschland, bis über 800 m; in der Schweiz bis 1900 m.
Lebensraum: Trockene (Streuobst- & Berg-) Wiesen, Magerrasen, Waldränder, Sand-, Kies- & Lehmgruben, Dämme; auch Parks & Gärten.
Fortpflanzung:  selbstgegrabene Erdnester an vegetationsarmen Stellen, auch in größeren Aggregationen.
Kuckuck: die Wespenbienen Nomada femoralis, N. integra, N. stigma und Sphecodes ruficrus, vielleicht auch Nomada facialis.
Nahrung,
Nestproviant:
spezialisiert (oligolektisch) auf Korbblütler (Asteraceae), besonders Zungenblütler bzw. Cichorieen (Unterfamilie Cichorioideae).
Flugzeit: eine Generation im Jahr (univoltin): M.: Anfang April–Mitte Juni; W.: April–Anfang Juli.
Rote Liste: Kategorie V: Vorwarnliste
   Sandbiene Andrena humilis, W
   Andrena humilis  · bei Bonn, 29.05.2012

Die – wie auch der lateinische Artname andeutet – eher unscheinbare Andrena humilis läßt sich durch die matten Tergiten des Hinterleibs und die gelbbraune (nicht orange) Scopa von der sehr ähnlichen Sandbiene Andrena fulvago unterscheiden; die Drohnen haben zusätzlich einen weißen Kopfschild. Die Art ist auf von Korbblütlern (Löwenzahn, Wiesen-Pippau, Habichtskraut etc.) bestandene Wiesen angewiesen; diese fallen aber immer wieder der zunehmend industrialisierten Landwirtschaft und Forstwirtschaft zum Opfer. Der Schutz der Trachtpflanzen ist also mindestens so wichtig wie der Schutz bekannter Aggregationen in Hängen und Dämmen, Sand-, Kies- & Lehmgruben.

Andrena humilis, W, an Crepis biennis (1)   Andrena humilis, W, an Crepis biennis (2)
Andrena humulis  an Crepis biennis · 29.05.2012   Andrena humulis  · Rodderberg, 29.05.2012

Andrena humilis, W, an Crepis biennis (3)   Andrena humilis, W, an Crepis biennis (4)
Andrena humulis  an Crepis biennis · 29.05.2012   Andrena humulis  · Rodderberg, 29.05.2012

Andrena humilis, W, mit Spinne
Vermutlich Andrena humilis  mit Spinne · Rodderberg, 29.05.2012

Habitat der Sandbiene Andrena humilis
Ungemähte Hangwiese mit der Skyline von Bonn im Hintergrund; auf dem Wiesen-Pippau (Crepis biennis) konnte neben Andrena humilis auch Andrena fulvago fotografiert werden · Rodderberg, 29.05.2012

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Erd- bzw. Sandbienen Andrena labiata nächste Gattung