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Sand- bzw. Erdbienen: Andrena fulvago

Artname: Andrena fulvago (Christ 1791)
Volksmund: deutsch: "Pippau-Sandbiene" · englisch: "Hawk's-Beard Mining-Bee" · niederländisch: "Texelse zandbij"
Merkmale: Durch glänzendere Tergite von A. humilis unterscheidbar. W.: 10–11 mm; schwarz, braungelb behaart; Foveae anderthalb mal so breit wie Fühler, 3. Fühlerglied so lang wie das 4. & 5.; Thorax braungelb behaart; Tibien & Tarsen des 3. Hinterbein-Paares orange; Abdomen (Metasoma): glatte bzw. glänzende Tergite, 1. Tergit etwas zerstreut, die übrigen dicht punktiert, T.-Endränder braungelb aufgehellt, 2.–5. T. mit schütteren Endbinden. M.: 8–10 mm, ähnlich W., aber: Gesicht seitlich schwarz, 3. Fühlerglied so lang wie 5., Geißel oben matt & dunkel, unten glänzend & rotbraun; Tergit-Endränder rotgelb aufgehellt.
Verbreitung: Südeuropa bis Südschweden (60° nördl. Breite), Großbritannien bis zum Kaukasus; ganz Deutschland, dort bis ca. 900 m; in der Schweiz bis 2300 m.
Lebensraum: Waldränder, Fett- & Streuobstwiesen, Magerrasen, Dämme, Lehmgruben, vereinzelt Parks und Gärten; Nester in horizontalen oder schrägen, sandigen oder lehmigen Flächen, auch unter Gebüsch.
Fortpflanzung:  selbstgegrabene Erdnester, einzeln oder in kleinen Aggregationen.
Kuckuck: die Wespenbiene Nomada facilis, vielleicht auch Nomada femoralis + N. integra.
Nahrung,
Nestproviant:
spezialisiert (oligolektisch) auf Korbblütler (Asteraceae), insbesondere Disteln (Tribus Cynareae) und Cichorieen (Unterfamilie Cichorioideae), etwa (Wiesen-) Löwenzahn, Habichtskraut, Wiesen-Pippau etc.
Flugzeit: eine Generation im Jahr (univoltin): Anfang (M.) bzw. Mitte Mai (W.) bis Juni/Juli (Schweiz: Mitte August).
Rote Liste: Kategorie 3: Gefährdet
Sandbiene Andrena fulvago, W
Andrena fulvago an Crepis biennis · Rodderberg, 29.05.2012

Andrena fulvago ist eine Korbblüten-Spezialistin, die man mit Glück im Juni auf Wiesen-Löwenzahn ("Kuhblume") und Rauhem Löwenzahn sowie Wiesen-Pippau, Ferkelkraut und ähnlichen gelben Korbblüten finden kann, aber auch auf der (purpurfarbenen) Wiesen-Flockenblume und Disteln. Wenn man einen ausreichend großen Bestand solcher Korbblütler gefunden hat, besteht ein weiteres Problem darin, diese unscheinbare Sandbiene von einer sehr ähnlichen, aber weniger seltenen Sandbienen-Art, nämlich Andrea humilis, zu unterscheiden: Andrena fulvago zeigt deutlich glänzendere Hinterleibsegmente (Tergite) und, wenn das hintere Beinpaar keinen oder wenig Pollen trägt, dort orange Schienen (Tibien) und Tarsen. Im direkten Vergleich mit Andrea humilis fällt außerdem auf, daß Andrena fulvago einen Millimeter kleiner ist und auch etwas schlanker wirkt.

Der Autor konnte diese Sandbiene in einem reichen Wiesen-Pippau-Bestand auf einer leicht geneigten Pferdeweide finden, die nicht gemäht worden war. Extensiv genutztes Grünland ist für das Überleben dieser und anderer Arten unentbehrlich, in einer "modernen", industrialisierten Landwirtschaft aber längst die Ausnahme. Andrena fulvago ist daher mittlerweile recht selten und wird in der Roten Liste als "gefährdet" geführt.

Sandbiene Andrena fulvago, W   Andrena fulvago, W
Andrena fulvago  an Crepis biennis · 29.05.2012   Andrena fulvago  · Rodderberg, 29.05.2012

Andrena fulvago, 2 W
Andrena fulvago  und Andrena humilis  · Rodderberg, 29.05.2012

Andrena fulvago, W   Andrena fulvago, W
Andrena fulvago  · Rodderberg, 29.05.2012   Andrena fulvago  · Rodderberg, 29.05.2012

Andrena fulvago, W, mit orangen Hinterbeinen   Andrena fulvago, W, mit orangen Hinterbeinen
Andrena fulvago : Die orangen Tibien und Tarsen (Bestimmungsmerkmal!) sind deutlich sichtbar, ...   ... wenn dort die Pollenfracht gering ist: Andrena fulvago  · Rodderberg, 29.05.2012

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Erd- bzw. Sandbienen Andrena fuscipes nächste Gattung