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Blattschneiderbienen: Megachile versicolor

Artname: Megachile versicolor Smith 1844
Volksmund: deutsch (in Anlehnung an das Art-Epitheton): "Buntfarbige/Verschiedenfarbige Blattschneiderbiene" · englisch: "Brown-Footed Leaf-Cutter" · niederländisch: "Gewone behangersbij"
Merkmale: kleine gelbbraun behaarte Biene mit auffälligen schmalen hellen Endbinden und roter Bauchbürste. W.: 11–12 mm; Thorax-Oberseite etwas dunkler als -Unterseite; Abdomen (bzw. Metasoma) schwarz, 3.–5. Tergit kurz, 6. Tergit anliegend schwarz behaart, alle Tergite mit Endbinden, die ersten mittig unterbrochen, Scopa im Prinzip rot, aber teilweise schwarz auf dem 5. und ganz schwarz auf dem 6. Sterniten. M.: 10–11 mm; Behaarung wie beim W., aber 3.–5. Tergit. gemischt braun & schwarz behaart, 2.–5. T. mit Endbinden, 2.–3. mittig unterbrochen, 6. T. mit Beule an der Basis, 2.–3. Sternit mit lockeren Endfransen; 2.–4. Tarsenglied mehr oder weniger rot, Krallenglied (Prätarsus) ganz rot.
Verbreitung: Mitteleuropa über Großbritannien bis Schweden & Finnland; ganz Deutschland.
Lebensraum: Waldinnen- & Außenränder, Trockenhänge, Böschungen, Ruderalflächen.
Fortpflanzung: vorhandene lineare Gänge in Totholz und anderem Material (u. a. in Nisthilfen, Ø 5–7 mm), auch selbstgenagte Gänge in markhaltigen Pflanzenstengeln (Brombeeren, Wildrosen, Königskerzen). Für die Brutzellen werden Blattausschnitte von Wildrosen und Schlehen verbaut, für den Nestverschluß mehrere Schichten runder Blattstücke mit Pflanzenmörtel.
Kuckuck: Kegelbiene Coelioxys mandibularis
Nahrung: unspezialisiert (polylektisch), Pollen aus 5 Pflanzenfamilien: Korbblütler (Asteraceae), Rauhblattgewächse (Boraginaceae), Kardengew. (Dipsacaceae), Schmetterlingsbl. (Fabaceae), Wegerichgew. (Plantaginaceae).
Flugzeit: 1–2 Generationen im Jahr (partiell bivoltin): ab Mitte Mai (M.) bzw. Mitte Juni (W.), 2. Generation: August bis Mitte September (Überwinterung des Nachwuchses als Ruhelarve im Kokon).
Megachile versicolor, W
Megachile versicolor  auf Solidago virgaurea · Dillenburg, 12.7.2015 (nix)

Die nicht seltene Blattschneiderbiene Megachile versicolor ist eine erfolgreiche Generalistin: Sie sammelt den Pollen von fünf Pflanzenfamilien und nutzt für ihre Bruten vielerlei oberirdische Hohlräume, vor allem Fraßgängen in Totholz, und in markhaltigen Pflanzenstengel nagt sie ihre Nistgänge bei Bedarf auch selbst. Die Brutzellen wie die Nestverschlüsse werden mit Ausschnitten aus Laubblättern gefertigt.
    Die "Buntfarbene Blattschneiderbiene", wie man sie in Anlehnung an den wissenschaftlichen Artnamen versicolor nennen könnte, gehört aufgrund ihres weiten Nistplatzschemas zu den Arten, die man an Nisthilfen in einem naturnahen Garten erwarten darf. Geeignet sind Hartholzblöcke und hohle Stengel mit 5–7 mm Lochdurchmesser.

Megachile versicolor, W   Megachile versicolor, W
Megachile versicolor  auf Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium) · 01.07.2015 (nix)   Megachile versicolor  auf Ochsenauge (B. salicifolium) · Garten in Dillenburg, 1.7.2015 (nix)

Megachile versicolor, W   Megachile versicolor, M
Megachile versicolor  auf der Echten Goldrute (Solidago virgaurea) · Dillenburg, 12.7.2015 (nix)   Megachile versicolor  · Dillenburg, 5.6.2015 (nix)

Megachile versicolor, M   Megachile versicolor, M
Megachile versicolor  · Dillenburg, 5.6.2016 (nix)   Megachile versicolor  · Dillenburg, 5.6.2016 (nix)

Megachile versicolor, W   Megachile versicolor, W
Megachile versicolor  beim Blattschneiden · SG   Megachile versicolor  · Solingen, 19.5.2018
Megachile versicolor, W   Megachile versicolor, W

Megachile versicolor, W
Megachile versicolor: Das macht, durch den Fotografen irritiert, eine kurze Rast · Solingen, 19.5.2018
Megachile versicolor, W

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