Wildbienen-Räuber: Sandlaufkäfer (Cicindelinae)
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Zur großen Familie der Laufkäfer (Carabidae) gehört u. a. die Unterfamilie der Sandlaufkäfer (Cicindelinae), die weltweit verbreitet und in Mitteleuropa nur durch die Gattung Cicindela vertreten ist. Die in Mitteleuropa vorkommenden 11–12 Arten sind in Deutschland gesetzlich durch die Bundes-Artenschutzverordnung (BArtSchV) geschützt.

Die Käfer sind groß genug, um auch kleine Bienen zu erneuten. Welchen Anteil sich sonnende oder im Boden nistende Bienen am Beutespektrum der Sandlaufkäfer haben, ist allerdings nicht bekannt.

1. Feld-Sandlaufkäfer · Cicindela campestris Linnaeus, 1758

Der "Feld-Sandlaufkäfer" ist noch relativ häufig und in ausreichend trockenen Lebensräumen (auch Gärten) in mehreren Unterarten weit verbreitet. Oberseitig ist der 10–15 mm lange Käfer metallisch grün, selten bläulich bis bräunlich, die Flügeldecken (Elytren) weisen jeweils am äußeren Rand drei und in der unteren Mitte einen hellen Fleck auf; die Unterseite ist wie die Fühler und Oberschenkel kupferrot gefärbt. Die ersten drei Glieder der Vordertarsen sind bei den Männchen deutlich erweitert.
    Die Imagines jagen von April bis September in blitzschnellen Sprints Spinnen und kleine Insekten. Die Larven leben in selbstgegrabenen bis 40 cm tiefen Erdgängen und lauern in deren Öffnungen auf Beute. Im Garten sieht man die Käfer und die Löcher ihrer Larven auf Wegen und vegetationsarmen Flächen.
  Cicindela campestris

2. Dünen-Sandlaufkäfer · Cicindela hybrida Linnaeus, 1758

Der "Dünen-Sandlaufkäfer" ist bräunlich gefärbt (und wird deshalb auch "Brauner Sandlaufkäfer" genannt), schimmert aber stellenweise auch rot oder grünlich. Für die Artbestimmung wichtig sind die je drei hellen "Binden" auf den Flügeldecken: Von oben betrachtet ist die erste am äußeren oberen Rand C-förmig, die mittlere ist breit und wellenförmig und reicht fast bis zur Mitte des Hinterleibs, die letzte am Flügeldecken-Ende ist U-förmig.
    Cicindela hybrida ist ein echter Sandspezialist, man findet ihn also in lichten sandigen Kiefernwäldern, Sandgruben, an sandigen Ufern und auf Dünen. Der Käfer ist wärmliebender als Cicindela campestris, seine Lebensweise aber sehr ähnlich.
  Cicindela hybrida

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