Wildbienen-Räuber: Libellen (Odonata)
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Libellen sind große räuberische Fluginsekten, die ihre Beute – meist Fliegen – in der Luft fangen oder an deren Ruheplätzen ergreifen. Den gößten Teil ihres Lebens verbringen sie allerdings als wasserbewohnende Larven, die sich von Krebstieren und Insekten, Kaulquappen und Fischen ernähren von der späteren Form und Färbung der Imagines noch nichts erahnen lassen.

1. Plattbauch · Libellula depressa Linné 1758

Eine weitverbreitete Großlibelle ist der "Plattbauch", die man zu den "Segellibellen" (Libellulidae) zählt:
Die an Kleingewässern häufig zu beobachtende Art ist 40–45 mm lang bei einer Flügelspannweite von 70–80 mm. Die Flügel sind durchsichtig, nur die Basis ist dunkel gefärbt. Die Vorderflügel zeigen nahe der Spitze einen schmalen länglichen Fleck und die Hinterflügel an der Basis ein großes Dreieck. Der Hinterleib (Abdomen) ist 6–8 mm breit, flach (bzw. namengebend "platt") und verjüngt sich erst ganz hinten in eine Spitze.
    Ein auffälliger Geschlechtsdichromatismus (Farbunterschied) ermöglicht die Bestimmung des Geschlechts: Weibchen sind zuächst goldfarben und im Alter dunkelbraun. Das Abdomen der Männchen ist hingegen hellblau und zeigt bei jungen Tieren seitlich gelbliche Flecken.
  Libellula depressa, W

2. Gemeine Heidelibelle · Sympetrum vulgatum Linné 1758

Zu den Segellibellen gehören auch die "Heidelibellen": große und schlanke Hoch- und Spätsommer-Libellen mit einem auffälligen Greschlechtsdimorphismus: Die Männchen sind leuchtend rot gefärbt, die Weibchen aber gelbbräunlich.
    Die 35–40 mm lange Gemeine Heidelibelle ähnelt anderen Heidelibellen so sehr, daß eine Bestimmung im Feld kaum möglich ist; u. a. ist das Abdomen am Ende etwas verbreitert.
  Sympetrum vulgatum, M

3. Gebänderte Prachtlibelle · Calopteryx splendens Harris 1782

Prachtlibellen sind mit etwa 5 cm Länge die größten unserer Kleinlibellen, ihre Flügel liegen in Ruhestellung über dem Hinterleib aneinander an. Diese sind beim Männchen grünlich oder blauschwarz, und sein Abdomen schillert grünlich bis bläulich; die Weibchen hingegen sind bräunlich gefärbt. In ihrem Lebensraum – Bächen und Flüssen – fallen die zwei in Mitteleuropa lebenden Arten von Mai bis August durch den nur scheinbar unbeholfenen, pendelnden Balzflug der Männchen auf, die mit ihren leuchtend farbigen Flügeln die Weibchen auf sich aufmerksam machen.
    Die "Gebänderte Prachtlibelle" unterschiedet sich von der noch selteneren Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo) durch ihre breite schwarzblaue Flügelbinde. Beide Arten sind durch Gewässer-Begradigungen und -verschmutzung gefährdet.
  Calopteryx splendens, M

4. Große Pechlibelle · Ischnura elegans Van der Linden 1820

Kleinlibellen sind für Bienen weniger gefährlich. Jeder kennt die von Juni bis September fliegenden extrem dünnen und meist bläulich oder bräunlich gefärbten "Teichjungfern" (Lestidae) und ihre Paarungsräder. Eine große und recht ähnliche Familie sind die meist bläulich gefärbten "Schlanklibellen" (Coenagrionidae):
    Bei der männlichen "Großen Pechlibelle" sind nur der Thorax, die Unterseite des 1. Hinterleibsegments und das 8. Segment hellblau, ansonsten ist das Abdomen oberseits schwarz. Die Weibchen sind variabel (manchmal bräunlich) gefärbt und können den Männchen ähneln. Ischnura elegans fliegt von Mai bis September und ist dank ihrer Anspruchslosigkeit eine unserer häufigsten Libellen. Wie die Kleine Pechlibelle (Ischnura pumilio) legt sie ihre Eier ohne männliche Begleitung ab, was diese Gattung von anderen Schlanklibellen unterscheidet.
  Ischnura elegans, M

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