Wildbienen: Stechen die?

Die Frage, ob Wildbienen (zu denen ja auch die Hummneln gehören) stechen bzw. wie man sich gegen stechende Wildbienen schützen kann, ist ein Klassiker unter den Fragen, die in einem Bienenforum und in eMails zu Bienen gestellt werden. Zunächst diese Bemerkung vorweg: Die Frage, ob Bienen stechen, ist genauso "schlau", wie die Frage, ob Hunde (oder Pferde etc.) beißen: Die Frage suggeriert ja, daß ein Hund ohne jede Provokation oder andere Veranlassung beißt, sobald der nur die Gelegenheit dazu hat, und dasselbe gilt für die Frage nach der vermeintlichen Stechlust der Bienen. Das ist natürlich Unsinn. Richtig wären die Fragen, ob Wildbienen stechen können, und, wenn ja, wann sie es tun bzw. was sie dazu veranlassen könnte. Die Antworten sind völlig undramatisch:

Noch ein Tip: Es ist ohne jedes Risiko möglich, jede Biene auf die eigene Hand bzw. einen Finger krabbeln zu lassen! Die Gelegenheit dazu ergibt sich, wenn sich Bienen (Solitärbienen und Hummeln) an einem kühlen Morgen in der Sonne aufwärmen oder von einem Kälteeinbruch überrascht werden und dann für eine warme Hand dankbar sind. Eine Transportgelegenheit scheinen sich hingegen flugunfähige Bienen zu erhoffen, deren Flügel etwa durch einen Gendefekt, eine Entwicklungsstörung (durch lange extreme Trockenheit) oder den Angriff eines Vogels oder einer Großen Wollbiene (Anthidium manicatum) verkrüppelt sind.

Weitere Informationen unter Wildbienen-Biologie & Allgemeines --> Gefährlich? Wildbienen-Biologie auf der Seite "Gefährlich?".

Sandbiene Andrena cineraria M + W und Wespenbiene Nomada lathburiana
Männchen und Weibchen der Sandbiene Andrena cineraria; rechts ihr Kuckuck, die Wespenbiene Nomada lathburiana. An einem kühlen April-Morgen fühlen sich die Bienen auf einem warmen Finger wohl.

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