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Furchenbienen: Lasioglossum nitidulum 

Artname: Lasioglossum nitidulum (Fabricius 1804)
Synonym: Lasioglossum continentale (Blüthgen 1944)
Volksmund: niederländisch: "Glimmende smaragdgroefbij"
Merkmale: 6 mm, metallisch grün, von Lasioglossum smeathmanellum nicht unterscheidbar. W.: längliches Gesicht mit dicht punktierter Stirn; Buckel (Mesonotum bzw. Scutum) ebenso punktiert, Mittelfeld (oberhalb des Stutzes) runzelig; Tergite fein genarbt & auf ihrer Scheibe fein punktiert, die mittleren Tergite mit großen basalen Haarflecken. M.: wie W., aber: Clypeus vorn gelb, Fühlergeißel unten gelb, Fühlerglieder 1,5mal so lang wie breit, 2. & 3. Tergit an der Basis eingedrückt.
Verbreitung: Nominatform (L. nitidulum nitidulum) von Belgien bis Südschweden, Karpaten (Südpolen/Slowakei) und Kalabrien (Italien); ganz Deutschland, falls L. nitidulum und Lasioglossum smeathmanellum konspezifisch sind. Weitere Unterarten im Süden & Osten.
Lebensraum: felsige Trockenhänge, Weinberge, Siedlungen, dort in Steilwänden, Trockenmauern, Hauswänden nistend.
Fortpflanzung:  Nester in der Regel in vertikalen Flächen, vor allem in Ritzen in Steilwänden und Mauern.
Kuckuck: unbekannt
Nahrung,
Nestproviant:
unspezialisiert (polylektisch), 12 Pflanzenfamilien: Doldengewächse (Apiaceae), Korbblütler (Asteraceae), Rauhblattgew. (Boraginaceae), Kreuzbl. (Brassicaceae), Glockenblumengew. (Campanulaceae), Cistrosengew. (Cistaceae), Lippenbl. (Lamiaceae), Liliengew. (Liliaceae), Mohngew. (Papaveraceae), Hahnenfußgew. (Ranunculaceae), Rosengew. (Rosaceae), Rachenbl. (Scrophulariaceae).
Flugzeit: 1 Generation im Jahr (univoltin): überwinterte W.: ab März/April bis Mitte Oktober, M.: ab Juli.
Furchen- bzw. Schmalbiene Lasioglossum nitidulum
Lasioglossum nitidulum  an Salbei · Leverkusen, Neulandpark, 04.06.2015

Das Art-Epitheton ist die Verkleinerungsform von nitidus, was 'glänzend' bedeutet; gemeint ist der metallisch grüne Schimmer von Lasioglossum nitidulum. Diese Art ähnelt Lasioglossum smeathmanellum – so sehr, daß beide möglicherweise eine Art (konspezifisch) sind. Typisch für Schmalbienen, überwintern auch bei Lasioglossum nitidulum die begatteten jungen Weibchen und erscheinen spätestens Anfang April, um Nester anzulegen und zu versorgen und schlie▀lich zu sterben; die nächste Generation aber paart sich und geht erst im kühlen Oktober in die Diapause. Die Männchen der Vorjahrsgeneration überwintern nicht, sondern sterben schon im Spätsommer; die nächste Drohnengeneration schlüpft und fliegt erst ab Juli.

Typisch für Lasioglossum ist auch die Polylektie, also die Nutzung vieler Blütenpflanzen zur Verproviantierung der Brutzellen mit Pollen. Zusätzlich ist Lasioglossum nitidulum ein potentieller "Nektardieb": Aufgrund ihrer geringen Körpergröße gelangen diese und andere kleine Bienen in großen Blüten zur Nektarquelle, ohne mit dem Pollen in Kontakt zu kommen und so die Pflanze zu bestäuben. Größere Nektardiebe unter den Bienenarten schneiden von außen die Kelchröhre einer Blüte auf, um trotz ihrer kurzen Rüssel den Nektar zu erreichen.

Lasioglossum nitidulum, W   Lasioglossum nitidulum, W
Lasioglossum nitidulum  an Staubbeuteln einer Salvia-Blüte · LEV, Neulandpark, 04.06.2015   L. nitidulum  mit der für Furchenbienen typischen Furche am Abdomen-Ende · Leverkusen, 4.6.2015

Lasioglossum nitidulum, W   Lasioglossum nitidulum, W
Lasioglossum nitidulum  · Leverkusen, 4.6.2015   Lasioglossum nitidulum  · Leverkusen, 4.6.2015

Lasioglossum nitidulum, W   Lasioglossum nitidulum, W
L. nitidulum  · Leverkusen, 04.06.2015   Lasioglossum nitidulum  · Leverkusen, 4.6.2015

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Furchenbienen · Lasiogl. pallens nächste Gattung