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Furchenbienen: Lasioglossum fulvicorne

Artname: Lasioglossum fulvicorne (Kirby 1802)
Volksmund: [deutsch: "Braunfühler-Schmalbiene"] · englisch: "Lime-Loving Furrow-Bee" · niederländisch: "Slanke groefbij"
Merkmale: W.: 6–7 mm; schwarzes, rundliches Gesicht kürzer als breit; Thorax schwarz, Schild (Mesonotum bzw. Scutum) matt und dicht punktiert, Flanken gerunzelt; Postscutellum (Fläche nach dem Schildchen) kürzer als das Mittelfeld (Thorax-Ende); Stutz mit scharfen Rändern; Abdomen schwarz, 1. Tergit glatt, nur schwach punktiert, 2. & 3. T. genarbt & wenig punktiert und mit langen basalen Haarflecken; innerer Sporn der Hinter-Tibien mit 2–3 Seitenzähnen. M.: 6–8 mm; wie W., aber: Labrum dunkel oder gelb; Fühlergeißel unten gelb, Glieder gut 1,5mal so lang wie breit; 1. Tergit glatt & deutlicher punktiert, andere T. dicht punktiert & basal genarbt; 2. Glied der Hinter-Tarsen ca. 1,5mal so lang wie breit.
Verbreitung: westliche Nominatform: Nordspanien über England bis Finnland (64° nördl. Breite) & Armenien; weitere Unterarten über den Nahen bis Fernen Osten; ganz Deutschland.
Lebensraum: alle möglichen Biotope von Waldrändern & Wiesen über Flugsandfelder und Sand- & Lehmgruben bis Parks und Gärten (Ubiquist).
Fortpflanzung:  selbstgegrabene Nester in verschiedenen, aber meist vegetationsfreie oder -armen Bodentypen in kleinen bis größeren Aggregationen; vermutlich solitär.
Kuckuck: die Blutbienen Sphecodes monilicornis & S. hyalinatus.
Nahrung,
Nestproviant:
unspezialisiert (polylektisch), 5 Pflanzenfamilien: Korbblütler (Asteraceae), Kreuzbl. (Brassicaceae), Heidekrautgewächse (Ericaceae), Rosengew. (Rosaceae), Weidengew. (Salicaceae).
Flugzeit: 1 Generation im Jahr (univoltin): überwinterte W.: ab Ende März, M.: ab Anfang Juli, bis Oktober.
Furchen- bzw. Schmalbiene Lasioglossum fulvicorne, W
Lasioglossum fulvicorne  an Brombeere · Waldrand in Wuppertal, 01.07.2008

Diese relativ häufige Furchen- bzw. Schmalbiene wird von manchen Autoren deutsch "Braunfühler-Schmalbiene" genannt. Dies ist – anders als in der Umgangssprache englischer oder niederländischer Bienenfreunde – einfach eine Übersetzung des lateinischen Adjektivs fulvus = 'hellbraun': Der Erstbeschreiber der Art, William Kirby, hatte 1802 wohl ein Männchen vor Augen und wählte als Art-Epitheton den zusammengesetzten Namen fulvicorne ('mit hellbraunen Hörnern bzw. Fühlern') nach der gelblichen Färbung der Fühler-Unterseite. Diese ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal von Lasioglossum fulvicorne, auch Männchen anderer Schmalbienen haben geblich (bzw. "hellbraun") gefärbte Fühlerunterseiten.

Lasioglossum fulvicorne ist im Feld von ähnlichen Lasioglossum-Arten kaum zu unterscheiden. Sie ist ein typischer Generalist: Als ausgesprochener Ubiquist ist sie in ganz Deutschland verbreitet und in praktisch allen Lebensräumen zu Hause. Auch an ihre Nistplätze stellt diese Bienen keine besonderen Ansprüche, solange die ebene oder nur schwach geneigte Fläche nicht dicht bewachsen ist. Da sie auch hinsichtlich der Larvennahrung keine Ansprüche stellt, gilt sie als nicht gefährdet.

Typisch für Furchen- bzw. Schmalbienen ist die Schlupfzeit: Weibchen und Männchen fliegen und paaren sich schon im Sommer. Während die Drohnen im Herbst sterben, überwintern die Weibchen und beginnen erst im folgenden Frühjahr mit dem Brutgeschäft. Im Frühling sieht man also nur Weibchen, deren weiblichen wie männlichen Nachwuchs aber dann im Sommer. Weitere Erkenntnisse zum Fortpflanzungsverhalten liegen noch nicht vor, man vermutet aber, daß Lasioglossum fulvicorne solitär lebt. (Andere Furchenbienen, vor allem einige Lasioglossum-Arten, nisten bekanntlich semisozial oder sogar primitiv-eusozial ( Sozialverhalten).

Lasioglossum fulvicorne, W   Lasioglossum fulvicorne, W
Lasioglossum fulvicorne  im Frühjahr auf Blaukissen (= Aubrieta spec.) ·   Die Frühjahrsweibchen haben sich schon im Sommer gepaart · Solingen-Ohligs, 24.03.2011

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Furchenbienen Lasiogl. interruptum nächste Gattung